Mit der Talsperre wird die Trinkwasserversorgung für > 250.000 Einwohner der Kreise
Paderborn, Soest, Gütersloh und Warendorf, sowie der Hochwasserschutz der Region gewährleistet.

Die Probestauung erfolgte von April 1979 bis Juni 1982 (FRANKE & FREY 1987). Der See ist ca. 3 km lang und weist eine Maximalbreite von 1,5 km auf (WASSERVERBAND AABACH-TALSPERRE 2018). Der Gesamtstauraum beträgt 20,5 Mio. m3 und die Wasseroberfläche weist rund 180 ha bei Vollstau auf (FRANKE & FREY 1987). Die Stauanlage besitzt neben
der Hauptsperre eine kleinere Vorsperre ähnlicher Bauweise. Diese ist etwa 430 m lang und 130 m breit.
Der Aabach mündet in das Staubecken der Vorsperre. Das Einzugsgebiet des Stausees ist 28 km2 groß.

Eine Vergleichsstudie zwischen verschiedenen hypolimnischen Eiuntragssystemen zeigte auf, das der Tibean die wirtschaftlichste Methode ist und das er im Verbleich zu anderen Eintragssystemen diverse Zusatzoptionen für das Gewässermanagement bereitstellt.
 
  • Aufbau eines geregelten Stofftransportes durch laterale Volumenströme Einleitung der geregelten Mixes durch Öffnung der Destratifikationsklappen.
  • Zusätzliche Sedimentbehandlung durch Zugabe von Bindungspartnern in den Entgasungskopf.
  • Eisfreihaltung der Wasseroberfläche der Talsperre durch winterlichen Betrieb unter Öffnung der Destratifikationsklappen.
  • Entgasung von Fremdgasen aus dem Mineral, sowie der Fremdgase aus dem mikrobiologischen Abbau aus dem Wasser, wie beispielsweise Kohlenstoff, Stickstoff, Methan etc.
  • Wahlweise kann der Tibean auch mit einer zweiten Sauerstoff Begasungsvorrichtung ausgestattet werden um bei Bedarf das Rücklaufwasser mit bis zu 200 % Sauerstoffüberschuss in das Hypolimnion zurück zu leiten.

Die Tibeane werden zur Zeit geplant und sollen im November 2018 und im April 2019 in Betrieb gehen.