Badesee Schladen


Naturbadesee Schladen
SeedatenSeefläche: 5700m²
Seevolumen: 22800m³
Anlagendaten: Stufe I: Grobfilter, Stufe II: Neptunfilter 220m²


Im Naturbadesee Schladen kam es vor allem im Spätsommer zu starken Algenblüten und dadurch zu einer Beeinträchtigung der Badenutzung. Um dauerhaft eine Verbesserung der Wasserqualität zu erzielen und zu garantieren, dass der Badesee den Gästen zur Nutzung zur Verfügung stehen kann, wurde im Jahr 2001 ein neues Filterkonzept entwickelt in dessen Rahmen ein neuer Neptunfilter (Beregnungsfilter) zur externen Wasserreinigung des Seewassers installiert wurde. Die Besucherzahl des Badesees wurde mit 35.000 Gästen pro Jahr angenommen. Bei der Annahme, dass ein Besucher 0,074 g/m³ Pges in den See einträgt werden allein durch die Badegäste 2590 g/(m³*Jahr) Pges eingebracht. Pges fördert das Algenwachstum und ist somit unerwünscht. Durch den Neptunfilter wird dieser Nährstoff gebunden und steht im Wasser demnach nicht mehr zur Verfügung. Die Leistung der Anlage wird je nach Bedarf gesteuert. Je wärmer es ist und je mehr Badegäste im den See nutzen, desto mehr Wasser wird umgewälzt und auf den Filter geleitet. Die Maximalleistung der Filteranlage beträgt 54 m³/h.
Über einen im See schwimmenden Ponton, an dem eine Pumpe gelagert ist, wird das Seewasser angesaugt. Ein Grobfilter (gelochtes Rohr) dient als Schutz vor schwimmenden Grobstoffen, so wird vor allem das Verstopfen der Neptundüsen verhindert. Der Filter ist mit der Pumpe über eine frei gelagerte Druckleitung verbunden, welche Pegelstände von 0,60m bis 2,00 m ausgleichen kann. Über Düsen wird das Wasser aus der Druckleitung gleichmäßig über der Filteroberfläche verteilt. Durch die Verdüsung auf Prallflächen wird der Sauerstoffeintrag im Wasser erhöht. Das Filtermaterial besteht aus Oolith. Nach der Filtration läuft das Wasser über Drainagerohre ab und gelangt am Seewasserufer wieder zurück in den See. Die Wasseraufbereitung des Seewassers über den beregneten Bodenfilter (Neptunfilter) wird im folgenden Hydraulikschema gezeigt.

 

Ergebnis der Sanierung

Die Anlage ist in dieser Form seit 2001 in Betrieb. Wie die Datendokumentation der vergangenen Jahre zeigt, konnten die Pges-P Konzentrationen zwischen 10 und 30 µg/l gehalten werden. Als Folge dieser Limitierung konnte die Algenblüte verhindert werden.