Freibad Hallenberg

 

Gestaltungskonzept

An gleicher Stelle wurde ein neues Gebäude mit einer auf filigranen Betonstützen ruhenden Betonflachdecke erstellt. Die Fassaden der Funktionsräume, die sich als Einzelwürfel unter dem »schwebenden« Dach befinden, wurden mit Holzlammellen verkleidet. In der Mitte des Gebäudes befindet sich der Eingang mit Kasse, Kiosk und Schwimmmeisterbereich. Links und rechts davon befinden sich die Frauen- bzw. Herrenumkleiden sowie die Sanitärbereiche. Darüber hinaus wurden familienfreundliche Sammelumkleiden vorgesehen. Von der Mitte des Gebäudes gelangt der Badegast über einen leicht geschwungenen Weg zum zentralen Mittelsteg des Schwimmbereichs. Dieser trennt das alte 50m Becken in ein neues 25m Schwimmbecken mit angrenzendem Sprungfelsen. Im vorderen Teil des alten Beckens wurde ein Nichtschwimmerbecken abgetrennt. Der Nichtschwimmerbereich wird vollständig von einem weißen Sandstrand umschlossen. Darüber hinaus gibt es für Kleinkinder einen eigenen Planschbereich mit Quellsteinen und einer kleinen Rutsche. Eine besondere Attraktion für die Kleinen ist das Fontänenfeld im Zugangsbereich zum Mittelsteg. Ein weiterer Wasserspielplatz wurde an den angrenzenden Mittelgebirgsbach, der »Nuhne« angelegt. In den Randbereichen der Anlage wurden aus Holzpodesten neue Rückzugsräume geschaffen, die in Teilbereichen mit überspannten Sonnensegeln auch Schattenplätze bieten.

Rückblick

Das Freibad in Hallenberg wurde in den 30er Jahren errichtet und erfuhr Ende der 60er Jahre eine erste Modernisierung. Es wurde bis 2005 als desinfiziertes Beckenbad nach DIN 19643 betrieben. Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen wurde die abgängige konventionelle Bädertechnik rückgebaut und auch das alte Funktionsgebäude komplett abgerissen. Die Umbaumaßnahme wurde zu einem erheblichen Anteil durch Mittel der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Stadt Hallenberg ist weiterhin der Betreiber des Bades, welches zunehmend auch zu einem Anziehungspunkt für Besucher aus den umliegenden Gemeinden geworden ist.

Wasseraufbereitung

Als Füllwasser für das Naturbad in Hallenberg wird Flusswasser aus der Nuhne verwendet. Zur Aufbereitung wird das Flusswasser vor der Einspeisung in die Becken zunächst über einen eigenen Bodenfilter gereinigt. Das Badewasser wird aus einer Kombination von Hydrbotanik, Nassfilter undNeptunfilter aufbereitet. Der Nassfilter und die Hydrobotanik wurden in das alte Becken integriert, sodass das Rohwasser unterhalb der Stege direkt zufließen kann. Dadurch konnten relativ teure Überlaufrinnen in diesem Bereich eingespart werden. Der Neptunfilter wurde separat neben dem Kleinkindbereich erstellt und mit zwei Natursteinreihen über Geländeniveau eingefasst, sodass hier zusätzliche Sitzgelegenheiten geschaffen werden konnten.

Kenndaten

Gesamtwasserfläche: 1150 m²
Gesamtwasservolumen: 1578 m³
Nutzbare Wasserfläche: 770 m²
Wasseraufbereitung: Neptunfilter (208 m²), Submerser Bodenfilter (290 m²)
Steuerung: SPS, Fernwartung
Nennbesucherzahl: 616 Badegäste/ Tag
Jahresbesucher: 23.000 Badegäste / Jahr

http://www.naturbad-hallenberg.de/wp/